Zahnersatz besser sichern mit richtigem Sitz, Anpassungen, weichen Unterfütterungen oder Implantaten.
Für viele ist die ständige Verwendung von Prothesenklebereine stille Belästigung, die sie viel zu lange hinnehmen. Sie verteilen den Haftkleber, beten, dass er hält, bis Sie mit dem Essen fertig sind, und reinigen dann nachts die klebrige Paste von Ihrem Zahnfleisch. Tatsächlich sind die heutigen zahnmedizinischen Praktiken über bloße provisorische Haftmittel hinausgegangen.
Hier in der Lema Zahnklinik in der Türkeihaben wir in unserer klinischen Arbeit festgestellt, dass Patienten, die auf Haftmittel verzichten, nicht nur einen stärkeren Biss, sondern auch ein höheres Selbstwertgefühl erlangen. Dennoch wollen wir zunächst die Ursachen für das Verrutschen von Prothesen betrachten und anschließend die klinischen Behandlungsmethoden, die Ihnen echte Sicherheit bieten können.
Warum Prothesen verrutschen

Ihr Kieferknochen ist wie das Fundament eines Hauses; er ist die Stütze, und ohne ihn fällt die gesamte Struktur zusammen. Zähne sind die Hauptpfeiler, die das Fundament stark und stabil halten. Wenn Zähne verloren gehen, wird der Knochen nicht mehr stimuliert, was im Laufe der Zeit zu einem Schrumpfen des Knochens führt – dieser Prozess wird Knochenresorption genannt.
Je mehr Ihr Kieferknochen schrumpft, desto mehr verändert sich Ihr Zahnfleisch. Ihre Prothese, die einst wie angegossen passte, verrutscht nun hier und da, einfach weil sich die „Topographie“ Ihres Mundes verändert hat. Egal wie stark das Haftmittel ist, es kann kein Fundamentproblem beheben.
Tatsächliche klinische Methoden
Je nach Zustand Ihres Knochens und Ihren Wünschen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihr Lächeln ohne klebrige Haftmittel sichern können.
Harte Unterfütterung
Eine harte Unterfütterung ist eine gängige Erstbehandlung, wenn Sie eine perfekte Prothese haben, aber kleinere Passprobleme. Die Oberfläche Ihrer Prothese wird so modifiziert, dass sie der Form Ihres Zahnfleisches genau folgt.
- Vorteile: Es ist eine schnelle, nicht-invasive Methode, und der Halt verbessert sich sofort.
- Nachteile: Knochenschwund kann nicht verhindert werden. Sie werden höchstwahrscheinlich später weitere Anpassungen vornehmen lassen müssen, da sich Ihr Kiefer ständig verändert.
Implantatgetragene Cover-Prothesen (Die „Snap-On“-Lösung)
Patienten erleben mit dieser Methode eine vollständige Transformation ihres Lebens. Wir setzen zwei bis vier Titanimplantate in den Kiefer ein, um dauerhafte Ankerpunkte zu schaffen. Die Prothese wird dann einfach und sicher auf diese Implantate „aufgeschnappt“.
Professor Dr. Coşkun Yıldız weist darauf hin, dass dies der perfekte Kompromiss ist. Es bietet eine sehr gute Stabilisierung für den Unterkiefer, der am schwierigsten zu versorgen ist, ermöglicht es Ihnen aber dennoch, Ihre Zähne zur Reinigung herauszunehmen.
All-on-4 / All-on-6 festsitzende Implantate
Wenn Sie völlig vergessen möchten, dass Sie jemals natürliche Zähne hatten, dann ist dies die perfekte Wahl. Ein kompletter Zahnbogen wird mit vier oder sechs Titanimplantaten verbunden. Die Zähne werden nachts nicht herausgenommen. Genauso wie natürliche Zähne werden Sie sie putzen und pflegen.
Zahnärztin Polen Akkılıç und ihr Team wenden diese Technik sehr häufig an. Sie bietet tatsächlich die stärkste Bisskraft und kann sogar den Knochenverlust vollständig stoppen, da sie wie künstliche Zahnwurzeln funktioniert.
Kurzer Vergleich: Welche Option sollten Sie wählen?

| Behandlungsoption | Stabilität | Verhindert Knochenverlust? | Komfort |
| Prothese + Haftmittel | Niedrig | Nein | Hoher Pflegeaufwand |
| Prothesenunterfütterung | Mäßig | Nein | Regelmäßige Anpassungen |
| Snap-On Cover-Prothese | Hoch | Ja (um Implantate herum) | Herausnehmbar/Sicher |
| All-on-4/6 | Maximal | Ja (Vollständig) | Permanent/Festsitzend |
Häufig gestellte Fragen in unserer Klinik
Verursachen Implantate Schmerzen?
Ihr Wohlbefinden ist für uns das Wichtigste. Der Kieferknochen hat tatsächlich nur eine geringe Anzahl von Nervenenden. Wir führen diesen Eingriff nur mit Lokalanästhesie oder Sedierung durch, und die Genesung ist für die meisten Patienten sogar einfacher als eine Zahnextraktion.
Wie lange halten All-on-4 Implantate?
Diese Titanimplantate sind als lebenslange Lösung gedacht. Sie integrieren sich dauerhaft in Ihren Kiefer. Darauf befinden sich die Zähne, die stark und langlebig sind; nach etwa 10 Jahren können sie jedoch ein wenig professionelle Pflege benötigen.
Sind Snap-On Prothesen ästhetisch ansprechend?
Die Antwort ist ja. Jedes einzelne Paar wird sorgfältig entworfen, um perfekt mit den individuellen Gesichtszügen und dem Zahnfleischrand jedes Einzelnen zu harmonieren. Abgesehen davon, dass sie sich optisch in die umgebenden Zähne einfügen, tragen sie auch den Charme eines natürlichen und bezaubernden Lächelns.
Kann ich mit Implantaten alles essen, was ich möchte?
Das ist wahrscheinlich für viele Menschen das Highlight. Während herkömmliche Prothesen nur etwa 20 % der normalen Bisskraft wiederherstellen, geben Ihnen implantatgetragene Prothesen das Gefühl einer nahezu 100 %igen Bissstärke. Sie werden sich frei fühlen, einen Apfel, ein saftiges Steak und Maiskolben zu essen, ohne auch nur darüber nachzudenken.
Ist ein Knochenaufbau zwingend erforderlich?
Es ist nicht immer zwingend erforderlich. Selbst bei geringem Knochenverlust kann das All-on-4-System Ihren vorhandenen Knochen nutzen, da die Implantate in bestimmten Winkeln platziert werden. Dies werden wir bei Ihrem 3D-Scan für Sie beurteilen.
Akademische Referenzen
- Carlsson, G. E. (2014). Responses of the jawbone to pressure. Gerodontology, 31(1), 2-7.
- Feine, J. S., et al. (2002). The McGill consensus statement on overdentures. International Journal of Prosthodontics, 15(4), 413-414.
- Goodacre, C. J., et al. (2003). Clinical complications with implants and implant prostheses. The Journal of Prosthetic Dentistry, 90(2), 121-132.
- Maló, P., et al. (2011). A longitudinal study of the survival of All-on-4 implants in the mandible with up to 10 years of follow-up. The Journal of the American Dental Association, 142(3), 310-320.
- Thomason, J. M., et al. (2012). Two implant retained overdentures—A review of the literature supporting the McGill and York consensus statements. Journal of Dentistry, 40(1), 22-34.

